Projekt
Digitalisierung im Krankenhaus für effizientere Prozesse und neue Geschäftsmodelle
Aktuell durchläuft Deutschland eine Disruption in der stationären Versorgung durch Digitalisierung und neue Versorgungsmodelle. Nachdem über 20 Jahre eine starke strategische Eigenständigkeit der Häuser zu einer Ballung um lukrative Leistungen sowie zu einer heterogenen und insgesamt geringen Digitalisierung geführt h…
Aktuell durchläuft Deutschland eine Disruption in der stationären Versorgung durch Digitalisierung und neue Versorgungsmodelle. Nachdem über 20 Jahre eine starke strategische Eigenständigkeit der Häuser zu einer Ballung um lukrative Leistungen sowie zu einer heterogenen und insgesamt geringen Digitalisierung geführt hat, tritt eine Phase der staatlichen Standardisierung und proaktiven Steuerung ein. Eine aufeinander abgestimmte Entwicklung und Verteilung klinischer Leistungen in Leistungsgruppen erfordern datenbasierte Steuerung und Kollaboration statt Wettbewerb. Die Digitalisierung ist der Schlüssel zu diesen Betriebsmodellen und verspricht abgestimmte Leistungserbringung und Vernetzung rund um Patientenpfade. Das bereits etablierte Berichtswesen wird ergänzt um datenbasierte Echtzeitsteuerung sowie Prognose- und Simulationsmöglichkeiten, wie sie aus der Industrie 4.0 bekannt sind und sich in der Pandemie bewährt haben. Die Menschen, Patienten wie Mitarbeitende, können durch KI(künstliche Intelligenz)-basierte personalisierte Medizin und bessere Arbeitsbedingungen profitieren. Digitale Kommunikation in Form von Patientenportalen, Messenger-Diensten und virtuellen Sprechstunden ebenso wie transsektorale Patientenpfade können Leistungserbringung effizienter machen. Für einen echten Mehrwert und eine Kostendämpfung statt -explosion müssen allerdings ausgetretene Pfade verlassen sowie Prozesse und Rollen im Wechselspiel mit der Digitalisierung neu entwickelt werden.