Projekt
Chirurgische Therapie und Resektabilität: aktuelle Standards und Kontroversen beim Pankreaskarzinom
Das Pankreaskarzinom ist eine der chirurgisch und onkologisch anspruchsvollsten Tumorerkrankungen. Die chirurgische Resektion bleibt die einzige potenziell kurative Therapieoption, steht jedoch nur einem kleinen Teil der Patienten zum Zeitpunkt der Erstdiagnose zur Verfügung. Der vorliegende Beitrag gibt einen struktu…
Das Pankreaskarzinom ist eine der chirurgisch und onkologisch anspruchsvollsten Tumorerkrankungen. Die chirurgische Resektion bleibt die einzige potenziell kurative Therapieoption, steht jedoch nur einem kleinen Teil der Patienten zum Zeitpunkt der Erstdiagnose zur Verfügung. Der vorliegende Beitrag gibt einen strukturierten Überblick über die aktuellen Standards und zentralen Kontroversen in der chirurgischen Therapie des Pankreaskarzinoms. Die Resektabilitätsbeurteilung basiert auf anatomischen, biologischen und klinischen Kriterien. Neoadjuvante Therapiekonzepte haben ihren Stellenwert insbesondere bei borderline-resektablen und lokal fortgeschrittenen Tumoren. Venöse Resektionen sind heute an spezialisierten Zentren Standardeingriffe; arterielle Resektionen bleiben kontrovers. Beim oligometastasierten Pankreaskarzinom werden erstmals aktuelle randomisierte Studien prospektive Daten liefern. Entscheidend für den Behandlungserfolg sind die Zentralisierung in Hochvolumenzentren, die Integration in ein interdisziplinäres multimodales Therapiekonzept sowie eine biologisch informierte Patientenselektion.