Tagebau mit Maschinen unter blauem Himmel

Projekt

Herausforderungen beim Bohrlochbergbau in der Arktis: Bohrtechnische Besonderheiten und Einordnung der operativen Risiken beim Abteufen von Tiefbohrungen unter Berücksichtigung der Effektivität von bohrlochbezogenen Havariebekämpfungsmaßnahmen

Der arktische Raum ist von geostrategischer und rohstoffpolitischer Bedeutung und stellt eines der letzten Frontiergebiete für die Exploration und Produktion von Kohlenwasserstoffen dar. Der Abbau des arktischen Kohlenwasserstoffpotenzials ist in den westlichen Anrainerstaaten und Abnehmerländern teilweise stark umstr…

Der arktische Raum ist von geostrategischer und rohstoffpolitischer Bedeutung und stellt eines der letzten Frontiergebiete für die Exploration und Produktion von Kohlenwasserstoffen dar. Der Abbau des arktischen Kohlenwasserstoffpotenzials ist in den westlichen Anrainerstaaten und Abnehmerländern teilweise stark umstritten. Die Dissertation erarbeitet die zentralen Herausforderungen beim Abteufen von Tiefbohrungen nördlich des Polarkreises aus bohrtechnischer Perspektive. Im Weiteren werden Ursachen, Charakteristika und Häufigkeit von Bohrlochkontrollereignissen untersucht, um eine bessere Einordnung des Bohrlochkontrollrisikos in arktischen Gewässern im globalen Kontext zu ermöglichen. Ferner werden bohrlochbezogene Havariebekämpfungsmaßnahmen und potenzielle Einschränkungen für einen Einsatz in der Arktis analysiert. Es wird aufgezeigt, dass beim Abteufen von Tiefbohrungen in der Arktis aus bohrtechnischer und operativer Perspektive, zum Teil fundamentale Unterschiede zu klimatisch gemäßigten Aufsuchungsgebieten bestehen. Die betreffende Arbeit soll zur wissenschaftlichen Debatte über die Chancen und Risiken der arktischen Erdöl- und Erdgasaufsuchung im deutschsprachigen Raum beitragen und eine bessere Einordnung der technisch-operativen Herausforderungen ermöglichen.